Welche Aufgaben übernimmt ein Tutor im BankColleg?

 

Herr Spörlein, was motiviert Sie für diese Aufgabe?

Der Bankfachwirt BankColleg war 1999 für mich der Start in meine persönliche berufliche Weiterbildung. Ich war sozusagen „BankCollegler“ der ersten Stunde. Die Inhalte waren für mich eine wichtige Basis für zahlreiche weitere Qualifizierungen, die ich ab diesem Zeitpunkt gemacht habe. Seit dem lerne ich für mein Leben gerne und bin begeisterter Netzwerker. Dabei fand ich es in allen meinen unterschiedlichen Studiengängen immer wichtig, einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort zu haben. Auch möchte ich als Personalentwickler ein bisschen mein Ohr am „Puls des genossenschaftlichen Lernens“ haben.

 

Wo liegen denn die wichtigsten Aufgaben eines Tutors und was sind die häufigsten Fragen der Studenten?

Als Tutor fühle ich mich als Bindeglied zwischen den Teilnehmern und der Akademie. Vor allem zu Beginn des Studiums geht es darum, viele offene Fragen zu klären und Erfahrungen auszutauschen. Ich versuche mindestens zweimal im Semester vor Ort zu sein, stehe den Teilnehmern aber auch jederzeit über andere Kanäle als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Fragen und Anliegen sind vielfältig. Meistens geht es um die Prüfung. Es rufen auch immer wieder mal Teilnehmer/innen direkt bei mir an und suchen Rat, wie sie sich in der ein oder anderen Situation verhalten sollen, oder wie die nächsten Schritte aussehen sollen. Gerade nach den Prüfungen ist es mir auch immer wichtig, den Teilnehmern bewusst zu machen, dass sie auch mal stolz sein können. Erfolge gehören auch gefeiert, denn „ohne Wertschätzung keine Wertschöpfung!“ 

 

Auf welche Punkte sollten die Teilnehmer zu Beginn ihres Studiums zum Bankfachwirt BankColleg aus Ihrer Sicht besonders achten?

Das eigenverantwortliche Lernen nimmt in der beruflichen Weiterbildung einen anderen Stellenwert ein, als es die meisten Teilnehmer aus ihrer bisherigen schulischen bzw. beruflichen Laufbahn kennen. Das setzt vielleicht ein Umdenken und auch ein völlig neues Herangehen an das Lernen voraus. Hierzu muss ich als Teilnehmer vielleicht einfach auch mal mutig sein, bisher gewohnte Wege zu „verlassen“. Weg vom „berieseln“ lassen – hin zum aktiven Gestalten des Lernprozesses.

Die Dozenten sehe ich als Lernbergleiter und Impulsgeber – die Teilnehmer sind selbst für den Erfolg verantwortlich. Wichtige Impulse erhält man während der Vorlesungen. Die wertvollsten Phasen sind aber die Wochen dazwischen. Ich kann jedem nur empfehlen, immer zu versuchen, einen Bezug zur täglichen Praxis herzustellen. Es ist mir bewusst, dass das in den einzelnen Fächern ganz unterschiedlich gut funktioniert. Aber ein Versuch ist es allemal wert! So entdecke ich am besten den Mehrwert, auch für meine tägliche Arbeit. Ich habe es damals geschafft, mich wöchentlich mit einem Kollegen zusammenzusetzen, um die Vorlesungen nach- bzw. vorzubereiten. Man kann sich Lernen auch wirklich leicht machen, wenn man von Anfang an am Ball bleibt.

Fern ab von den fachlichen Inhalten möchte ich den Teilnehmern auch noch ans Herz legen, sich innerhalb der Studiengänge auszutauschen, miteinander zu sprechen und zu netzwerken. Dann wird Lernen zu einem echten Mehrwert und einer positiven Erfahrung!

 

Herr Spörlein, herzlichen Dank für diese wertvollen Hinweise!

Veröffentlicht am: 01.03.2019

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