Professoren und Dozenten der ADG Business School stellen Forschungsprojekte auf internationalen Konferenzen vor!

Prof. Dr. Matthias Hühn, Viktoria Schäfer und Prof. Dr. Christian Kalhöfer bei der internationalen Forschungskonferenz der Society for Business Ethics (SBE) in Atlanta, USA.

Die Professoren und Dozenten der ADG Business School sind mit ihren Forschungsprojekten regelmäßig bei zahlreichen wissenschaftlichen Konferenzen vertreten. Prof. Christian Kalhöfer, akademischer Leiter der Masterstudiengänge, und Prof. Günter Lang, Dozent an der ADG Business School, stellten zuletzt ihr Projekt zu den finanziellen Auswirkungen der Regulierung auf die Kosten von Banken in vier Ländern vor.

Die beiden Forscher haben mithilfe eines ökonometrischen Modells nachgewiesen, dass die Kosten der Regulierung stark asymmetrisch wirken. Und zwar sowohl zu Lasten kleiner Institute als auch – unabhängig von der Größe – zu Lasten der Genossenschaftsbanken. Ihre Ergebnisse stellten sie auf folgenden Konferenzen vor: 

  • Inaugural Baltic Economics Conference in Vilnius (Litauen),
  • Applied Economics and Finance Conference auf Korfu (Griechenland),
  • European Economics and Finance Society Conference in London (Großbritannien) und
  • Warsaw International Economic Conference in Warschau (Polen).

 

Projekt zu Cyberwährungen in Chicago vorgestellt

Im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen der ADG Business School und dem neu gegründeten ADG-Forschungsinstitut ADG Scientific – Center for Research and Cooperation (ARC) waren Prof. Christian Kalhöfer und Viktoria Schäfer, Vorstandsvorsitzende und Wissenschaftliche Leiterin des Instituts, darüber hinaus auf der jährlichen Forschungskonferenz der Society for Business Ethics (SBE) in Chicago vertreten. Hier präsentierten sie ihr Forschungsprojekt zum Thema Cryptocurrencies, welches sie zusammen mit Prof. Claus Dierksmeier von der Universität Tübingen bearbeiten. Gemeinsam arbeiten die Forscher heraus, welche ethischen Aspekte beim Design von Cyberwährungen beachtet werden müssen.

Genossenschaftliches Geschäftsmodell stößt bei internationaler Forschungskonferenz in Atlanta auf großes Interesse

Zudem stießen die Forschungsergebnisse der beiden Professoren Christian Kalhöfer und Matthias Hühn sowie Doktorandin Viktoria Schäfer zum genossenschaftlichen Geschäftsmodell nach dem Vorbild Raiffeisens und Schulze-Delitzschs auf großes Interesse bei einer internationalen Forschungskonferenz in Atlanta (USA) und sorgten für rege Diskussionen auf dem internationalen Parkett.

Insbesondere im Zusammenhang mit der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise wird die Unternehmenspraxis von Banken häufig kritisiert. Dabei ist nicht nur eine ganze Branche in Verruf geraten, es wird auf der Suche nach Ursachen für unternehmerisches Fehlverhalten oft sogar das marktwirtschaftliche Wirtschaftssystem in seiner heutigen Ausrichtung auf Profitmaximierung infrage gestellt.

Adam Smith, der Begründer der modernen Ökonomie, wird in diesem Zuge von Kritikern und Unterstützern gleichermaßen als Initiator dieses rein auf Egoismus basierenden Wirtschaftsverständnisses angeführt. Die aktuelle Smith-Forschung macht allerdings deutlich, dass diese Sichtweise auf Smith nicht nur einseitig, sondern stark verzerrt ist. In der Konsequenz berücksichtigen die vorherrschenden ökonomischen Theorien zu wenig, dass Smith sein Verständnis marktwirtschaftlicher Ordnungen auf einem komplexen moralphilosophischen Fundament aufbauen lässt.

Diese Erkenntnis hat sowohl weitreichende Implikationen für moderne Ökonomie- und Managementtheorien als auch für die Unternehmenspraxis und die Management- und Leadership-Aus- und Weiterbildung. Beispielsweise ergibt sich die Frage, wie moderne Geschäftsmodelle dieses ganzheitliche Wirtschaftsverständnis, das Smith eigentlich im Sinn hatte, effektiv in die Praxis umsetzen können.

Genossenschaftliches Geschäftsmodell setzt Ideen von Adam Smith konsequent um

In ihrem Forschungsprojekt bauen Professor Christian Kalhöfer, Professor Matthias Hühn und Viktoria Schäfer auf diesem aktuellen Forschungsstand auf: Sie können aufzeigen, dass das genossenschaftliche Geschäftsmodell basierend auf den von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch formulierten Prinzipien die ganzheitlichen Ideen Adam Smiths konsequent umsetzt. So wird deutlich, dass moderne Geschäftsmodelle, die Smith Gesamtkonzept umsetzen können, nicht erst neu erfunden werden müssen, sondern dass Genossenschaften hierzu schon einen geeigneten Ansatzpunkt liefern.

Die intensive Beschäftigung mit dem genossenschaftlichen Gedanken ist daher auch nicht nur traditionsbedingt sinnvoll, sondern insbesondere auch deswegen, weil das genossenschaftliche Geschäftsmodell heutige Diskussionen im Bereich nachhaltiger Unternehmensführung bereits antizipiert hat. Somit haben Genossenschaften schon eine jahrzehntelange Praxiserfahrung in der Umsetzung eines Geschäftsmodells, das andernorts erst noch konzipiert wird. Eine Rückbesinnung auf die genossenschaftlichen Wurzeln dient daher nicht nur der Stärkung des Traditionsbewusstseins, sondern insbesondere dem Ausbau von Wettbewerbsvorteilen.

Die rege Diskussion der Forschungsergebnisse im Rahmen der Society for Business Ethics Annual Conference in Atlanta zeigte deutlich, dass das genossenschaftliche Geschäftsmodell nach dem Vorbild Raiffeisens und Schulze-Delitzschs auch international auf großes Interesse stößt.

Veröffentlicht am: 10.04.2019

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